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Flächennukleus

Neue Merkmale in der Tierzüchtung sind in der Regel aufwändig zu erfassen. Daher geht ein Trend dahin, Leistungsprüfungen in der Rinderzüchtung nur noch in speziell ausgesuchten, sehr großen Herden durchzuführen. Wichtig ist, dass die Testherden die Population widerspiegeln und dort auch ausreichend genomische Vererber eingesetzt werden können, um sichere Zuchtwerte berechnen zu können. Testherden sind zurzeit vor allem in Ostdeutschland eine etablierte Möglichkeit, detailliert Merkmale zu erfassen.  
FLECKfficient geht hier gezielt einen anderen Weg. Im Sinne einer bäuerlichen Rinderzucht sollen möglichst alle Zuchtbetriebe an der Merkmalserfassung und Leistungsprüfung beteiligt werden. Damit bildet die Gemeinschaft der Zuchtbetriebe in Baden-Württemberg die Testherde, sie ist ein Flächennukleus.
Für die teilnehmenden Landwirte hat die eigenständig durchgeführte Leistungsprüfung mehrere Vorteile. Zum einen gibt es einen direkten Rückfluss an Informationen zu den erfassten Merkmalen, die vielfältig als Managementhilfen eingesetzt werden können. Ein exaktes einzeltierbezogenes Gesundheitsmonitoring im eigenen Bestand ermöglicht z.B. eine gezielte Prophylaxe bei Stoffwechselstörungen oder aber auch ein gezielteres Züchten oder Ausselektieren bei positiv bzw. negativ auffallenden Kühen. Zudem werden über die zentrale RDV-Datenbank Betriebsvergleiche zur Verfügung gestellt. Hier können sich die Betriebsleiter mit dem Betriebsdurchschnitt oder auch den besten Betrieben vergleichen. So können Stärken und Schwächen der eigenen Rinderhaltung identifiziert werden. Zum anderen tragen die erfassten Merkmale mittel- bis langfristig zum Aufbau einer Zuchtwertschätzung für die neuen Merkmale bei. Durch die gemeinschaftliche Datenerfassung profitieren alle Betriebe durch sichere Zuchtwerte, auch schon für neugeborene Tiere.


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