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Doppelnutzung

Der Begriff Doppelnutzung, auch Zweinutzung, wird immer dann bei den Nutztieren verwendet, wenn eine Rasse in zwei Merkmalen genutzt werden kann. Beim Fleckvieh sind dies speziell Milch und Fleisch.

Im Vergleich zur leistungsbezogenen Einnutzungsrasse bieten die Zweinutzungsrassen viele Vorteile. Diese sind gerade beim Fleckvieh u.a.

1. Diversifizierung

Mit einer Rasse kann in einem Betrieb mehr als ein Produkt erzeugt werden. Kälber beiden Geschlechts werden benötigt. Die weiblichen Kälber werden zur späteren Milchproduktion oder zur Mutterkuhhaltung gebraucht und die männlichen sind für die Mast geeignet. Es gibt mehr Vermarktungsmöglichkeiten und die Preisrisiken für Milch und Fleisch am Markt sind geringer.

2. Ökonomie

Mit dem Verkauf von Kälbern für die Mast erzielt der Betrieb einen weiteren Erlös neben dem Milchverkauf. Altkühe erbringen aufgrund des gut bemuskelten Schlachtkörpers ebenfalls einen Zusatzerlös.

3. Ökologie

Es ist sinnvoll diese Rasse zu halten, da weniger Treibhausgase ausgestoßen werden. Würden die Ausscheidungen an Methan, Stickstoff und Phosphor aller in der Einzel-Hochleistungsproduktion von Fleisch und Milch eingesetzten Rindern addiert und in Bezug zu der produzierten Menge an Fleisch und Milch gesetzt, so ist die Menge dieser Ausscheidungen um einiges höher als wenn alle diese Tiere durch eine Doppelnutzungsrasse ersetzt würden.

4. Tierwohl

Die  Züchtung auf zwei unterschiedliche Merkmalskomplexe bedingt einen ausgeglichenen Metabolismus. Somit zeichnen sich Fleckviehtiere im Allgemeinen durch eine gute Gesundheit und Widerstandsfähigkeit aus.

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